GOODevent greenmeetings und events in Mainz 2011

Die greenmeetings und events ist internationale Fachtagung für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement und muss somit in Planung und Umsetzung Vorzeigemodell innerhalb der Branche sein.

In Zusammenarbeit mit mygreenmeeting und CO2OL wurde auch in diesem Jahr für die zweitätige Konferenz ein komplexes Nachhaltigkeitskonzept erdacht und umgesetzt. Der Fokus lag dabei auf den Bereichen: Mobilität, Catering, Kommunikation, Location und Einbindung der Besucher.

Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel 2011 nach einer öffentlichen Ausschreibung auf das Congress Centrum Mainz mit der Rheingoldhalle. Das Kongresszentrum überzeugte mit seinem Nachhaltigkeitskonzept, welches Maßnahmen wie den Bezug von Ökostrom, Barrierefreiheit, Recycling umsetzt und eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn pflegt. Für die Organisation der greenmeetings und events wurden zudem weitere Punkte wie das Bereitstellen von Bio-Catering und die Installation von LED-Lichttechnik umgesetzt.

Im großen Bereich Mobilität konnte die durchschnittliche CO2-Menge eines solchen Events von 45t auf 30t durch das Integrieren eines CO2 freien DB-Tickets für jeden Gast in die Teilnehmergebühr. Dadurch fühlten sich 75% der Besucher animiert mit dem Zug anzureisen. Zum Ausgleich der verursachten CO2-Menge wurde in Zusammenarbeit mit CO2OL ein Aufforstungsprojekt in Panama ausgewählt. Hier werden nun mehrere Hektar einheimische Pflanzen sowie Teak durch örtliche Waldarbeiter angepflanzt. Die Wahl auf ein tropisches Aufforstungsgebiet fiel aus dem Grund, weil dort die Bäume schneller wachsen als im kalten Europa und somit die Menge CO2 schneller gebunden sein wird.

Das Catering wurde von der tegut Bankett ausgerichet. Das Unternehmen tegut orientiert sich bereits seit über 30 Jahren nachhaltig und hat diese Firmenphilosophie auch in die Catering-Tochterfirma übertragen. Kritische Stimmen und anfänglich fragende Gesichter lösten die bereitgestellten Plastikbecher und das Einweggeschirr aus. Beim genauen Hinschauen auf den Becherboden zeigte sich aber schnell, dass es sich hier um biologisch abbaubare PLA-Becher handelte. Frau Anja Lindner, Geschäftsführerin der tegut Bankett GmbH, klärte die Gäste dann in ihrem Vortrag darüber auf, dass man sich bewusst für biologisch abbaubares Einweggeschirr entschieden habe, da so die CO2-Bilanz des Transports aufgrund des geringeren Gewichts deutlich gesenkt werden kann. Auch hat das Unternehmen eine hauseigene Kompostierungsanlage in der die Becher und co. nach der Veranstaltung landen. Zudem bot die greenmeetings und events die perfekte Möglichkeit die mittlerweile breite Palette an ökologischem Einweggeschirr vorzustellen und die Akteuere der Branche für dieses Thema zu sensibilisieren. Und so speisten 400 Gäste von Bambusschiffchen, Palmblättern, Chinagrastellern und mit Besteck aus Maisstärke. Durch das 100% biologische Catering wurden außerdem weitere CO2-Mengen eingespart.

Auch die nachhaltige Kommunikation kam nicht zu kurz. Die unternommenen Maßnahmen verteilten sich dabei auf drei Ebenen: frühzeitige Maßnahmen, Maßnahmen vor Ort und Maßnahmen im Nachgang. Erstere umfasst beispielsweise die komplette online Abwicklung des Einladungs- und Ticketmanagements, um Papierressourcen zu sparen. Vor Ort wurden Informationstafeln aufgestellt, die alle unternommenen Umweltschutzaspekte dokumentierten und erklärten. Außerdem wurden die Gäste im Rahmen von Workshops eingeladen mit den Organisatoren in einen Dialog zu treten. Im Nachgang wird es eine virtuelle Version der Fachtagung geben, an der alle Sprecher und Aussteller teilnehmen und Interessierte, die zur Haupttagung verhindert waren, können auf diese Weise die Konferenz im Internet live erleben, in den Dialog treten und Kontakte knüpfen.

Um auch der sozialen Nachhaltigkeit nachzukommen, wurden alle Honorare der Sprecher, sowie Gelder für die Sprechergeschenke an ein Kultur- und Sozialprojekt der Stadt Mainz gespendet.

Es waren zwei inspirierende Tage in Mainz und um mit den Worten von Herrn Volker Angres, Leiter der ZDF Umweltredaktion und Moderator der Tagung, zu enden: „greenmeetings heißt: das nächst liegende Tun.“

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